Zennichi sei no konton - Vollzeit- Chaos

Der Wecker klingelte pünkltich um 6.45 Uhr. Mürrisch drücke Karen auf den Buzzer des Weckers und stand widerwillen auf. Sie war schon immer ein Morgenmuffel gewesen.

Sie ging ins Bad, putze sich die Zähne und wusch sich das Gesicht. Dann lief sie zurück ins Zimmer und zog ihre Uniform an. Karen bürstete sich die Haare und ging dann nach unten in die Küche, wo Jonathan schon am Frühstücken war.

Jonathan:                           "Guten Morgen Karen."

Karen:                                  "Morgen."

Sie setzte sich an den Tisch und schüttete sich Müsli in ihre Schale. Sie dachte darüber nach, daß die Japaner Reis, etc. zum Frühstück essen. Karen würde sich wohl niemals ganz anpassen. Sie goß Milch in ihre Schüssel und begann, das Müsli zu schlürfen.

Jonathan räusperte sich und Karen aß leiser, dann legte er seine Zeitung weg und sah zu ihr hinüber.

Jonathan:                           "Wo warst du überhaupt gestern?"

Karen:                                  "Bei Hiroshi und Osamu, sie gehen auf meine Schule."

Jonathan:                           "Am ersten Tag schon Freunde gefunden."

Jonathan klang trotz der Aussage nicht begeistert. Zumindest machte er nicht den Eindruck, als würde er sich für Karen freuen.

Karen:                                  "Ja, erstaunlich aber ich freue mich dennoch, sie sind sehr nett."

Jonathan:                           "Du hast schneller Freunde gefunden, als wie damals nach dem                                                            Umzug nach Deutschland. Sprechen sie überhaupt Englisch?"

Karen:                                  "Osamu spricht gut Englisch. Hiro leider nicht so viel, aber er lernt                                         gerade."

Jonathan nickte nur und vertiefte sich wieder in seine Zeitung. Karen wußte nicht, was sie von der Konversation halten soll, nachdem er gestern sauer war. Als sie mit dem Essen fertig war, stellte sie ihre Schüssel in die Spüle und nahm ihre Schultasche.

 

Karen:                                  "watashi wa gakkō e iku." (Ich gehe in die Schule)

Jonathan:                           "Wie ich sehe, lernst du schnell."

 

Karen zog sich ihre Schuhe an und ging raus, Richtung Bahnhof. An den Apartmentblöcken ging sie langsamer, eventuell traf sie ja Hirsoshi. In seiner Wohnung waren die Lichter aus, vielleicht ist er ja schon losgegangen. Karen lief die Straße hinunter und blieb an der roten Ampel stehen. Es war reger Betrieb, die meisten Schüler, die an der Stadtgrenze wohnen, fahren mit dem Bus zur Schule.

Plötzlich rief jemand ihren Namen. Sie sah sich um und erblickte hinter ihr Hiroshi, der angelaufen kam. Böllig aus der Puste blieb er vor ihr stehen und verbeugte sich.

Karen begrüßte ihn ebenfalls.

Karen:                                  "Ohayō gozaimasu"

Hiroshi freute sich sichtlich, Karen zu sehen. Gemeinsam liefen sie auf den Bahnsteig, wo auch schon Osamu auf den Zug wartete.

Osamu:                                               "Hey ihr zwei! Guten Morgen!"

Karen:                                  "Dir auch einen guten Morgen."

Hiroshi:                                               "Domo." (Hallo)

Hiroshi und Osamu unterhielten sich auf Japanisch, Karen verstand nur ein paar Wörter wie "Computer" und "Rechenleistung", woraus sie schlussfolgerte, daß sie sich halt über Computer unterhalten.

Ansage:                                              "Ressha ha nijūfun okurete iru!"

Karen sah verdutzt Osamu an, der einen genervten Gesichtsausdurck machte.

Osamu:                                               "Der Zug wird 20 Minuten zu spät kommen."

Hiroshi:                                               "Gakkō ni chikoku suru" (Wir werden zur spät zur Schule kommen)

Osamu:                                               "Hiro hat Recht. Wir werden zu spät kommen. Aber der Bus ist                                                              schon losgefahren. Wir werden wohl warten müßen."

Karen überlegte. Jonathan muß heute erst später zur Arbeit. Er könnte sie doch fahren, damit sie nicht allzuspät kommen. Sie holte ihr Handy raus und rief ihn an.

Karen:                                  "Der Zug kommt voll zu spät, kannst du uns zur Schule fahren?"

Jonathan:                           "Wer ist 'uns' ?"

Karen:                                  "Osamu, Hiro und ich."

Jonathan:                           "........ nein, ich muß jetzt selber los."

Damit legte Jonathan auf. Osamu sah sie fragend an, da er kein Deutsch verstand.

Karen:                                  "Ich habe meinen Vater gefragt, ob er uns bringt, aber er hat keine                                     Zeit."

Osamu:                                               "Nicht schlimm, wir warten einfach."

Hiroshi:                                               "Doushiyou?" (Was machen wir nun?)

Osamu:                                               "Watashitachi wa ressha o matte iru" (Wir warten auf den Zug)

Osamu nahm sein Handy und rief den Klassensprecher seiner Klasse an um ihm mit zu teilen, daß er zu spät kommen wird und bat ihn, auch in der Parralelklasse für Hiroshi und Karen Bescheid zu geben.

Auch Hiroshi nahm sein Handy heraus und stubste Karen an.  Sie verstand nicht Recht.

Osamu:                                               "Er möchte deine Handynummer haben."

Karen nickte und tippte ihm die Nummer in sein Handy ein. Als sie sah, daß er ihre Nummer unter 'Karen-chan <3' abspeicherte, wurde sie rot und blickte auf die Gleise.

Wider erwarten der drei, fuhr der Zug doch früher ein als angesagt. Sie stiegen ein und suchten sich einen Sitzplatz. Osamu sah aus dem Fenster und Karen spürte, daß Hiroshi sie beobachtete. Sie traute sich aber nicht, zu ihm hinüber zu sehen.

Durchsage:                        "Akina machinaka. Akina machinaka."

Nach etwa 15 Minuten hielt der Zug am Innenstadt- Bahnhof und die beiden stürmten auf den Bahnsteig. Auch andere Schüler bemühten sich, noch einigermaßen pünktlich zur Schule zu kommen. Vom weiten konnten sie schon die Schulglocke ertönen hören, doch niemand wußte ob es der erste oder bereits der zweite Gong war. Osamu und Hiroshi waren etwas schneller als Karen, die sich gerade darüber ärgerte, daß sie nicht so sportlich war.

Sie sah nach links, weil sie dachte, etwas gesehen zu haben und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde lag sie auf dem Bürgersteig. Ihr Knie blutete und ihr lief eine Träne über die Wange.

Karen:                                  "Scheiße. Das tut weh."

Osamu blickte nach hinten und entdeckte, daß Karen gestürzt war. Er bliebt stehen und hielt Hiroshi auf. Dieser rannte sofort zu Karen zurück und sammelte ihre Schultasche auf. Er stützte sie und half ihr auf. Danach gab er Hiroshi ihre Schultasche und deutete an, daß er Karen auf dem Rücken zur Schule tragen will.

Karen verstand erst nicht Recht, doch dann nahm Hiroshi sie Kuchepack und lief mit ihr zusammen die restlichen 400 Meter zur Schule. Dort angekommen, brachte er sie direkt ins Krankenzimmer, wo sich die Schulschwester rührend um ihr Knie kümmerte.

Die Schwester wickelte Karen's Knie noch mit einem Verband ein und sprach dann zu Hiroshi. Dieser nickte und nahm Karen bei der Hand. Karen humpelte und Hiroshi gab die ganze Zeit Acht auf Karen. Sie spürte das und wurde wieder rot im Gesicht.

Als die beiden im Klassenraum ankamen, sagte Hiroshi etwas zum Lehrer und begleitete Karen auf ihren Platz. Osamu hatte ihre Tasche schon an ihren Platz gebracht und dem Lehrer erklärt, was passiert ist. Karen bemerkte, daß Youko sie wieder finster anstarrte, wandte den Blick aber wieder ab. Sie nahm ihr Heft und ihr Etui heraus und versuchte, dem Unterricht zu folgen; dennoch schmerzte ihr Knie noch sehr.

Hiroshi:                                               "Genki desu ka?" (Wie geht es dir?)

Karen:                                  "Genki ni shiteiru. Arigatou." (Es geht mir gut. Danke.)

Hiroshi legte seine Hand auf die von Karen, drückte ein wenig zu und lächelte sie an. In diesem Moment schlug Karens Herz schneller. Sie spürte ihren Puls rasen und ihr die Röte ins Gesicht schiessen. Sie schluckte und versuchte, sich wieder auf den Unterricht zu konzentrieren.

Hiroshi bemerkte, daß es Karen ein wenig unangenehm war und zog seine Hand zurück. Er nahm sein englisches Wörterbuch heraus und fing an, etwas in sein Heft zu schreiben. Karen beobachtete ihn aus dem Augenwinkel und ließ sich nichts anmerken.

Schließlich schob Hiroshi ihr sein Heft herüber. Er hatte etwas auf englisch hineingeschrieben:

"Wenn mögen, du kannst heute wieder zu mein zu Hause kommen, Schule beendet."

Karen's Gesichtsröte wurde nicht weniger, im Gegenteil. Innerlich freute sie sich total, denn sie findet Hiroshi sehr nett. Aber an ihrem zweiten Schultag zu einem Jungen nach Hause gehen? Sie überlegte; eigentlich war sie ja gestern schon bei ihm und es machte niemanden etwas aus (außer Jonathan).

"Das würde mich sehr freuen."

Hiroshi las ihre Worte und schaute in seinem Wörterbuch nach. Er schien sich zu freuen und schrieb wieder etwas auf:

"Osamu fährt nach der Schule seine Tante. Nicht schlimm wenn Karen-chan und mir alleine?"

Karen kicherte leise über den grammatikalisch total verkehrten Satz. Hiroshi hat dies nicht mitbekommen. Aber sie und er alleine? Wie sollten sie sich verständigen, wenn doch Osamu nicht als Dolmetscher herhalten kann?

"Das ist okay. Ich hoffe, wir können uns trotzdem verständigen."

Hiroshi übersetzte sich Karen's Sätze und lächelte sie wieder an. Karen ärgerte sich ein wenig, daß sie sich so leicht auf eine Verabredung eingelassen hatte. In Deutschland hat sie die Jungs immer abblitzen lassen und sich nichts daraus gemacht. Aber aus einem unerklärlichem Grund findet sie sich zu Hiroshi einfach hingezogen ...

Es läutete zur Pause und die beiden warteten auf Osamu, der wenige Minuten später auch durch die Tür heringeschneit kam und schnurstraks zu den beiden hinüber lief.

Osamu:                                               "Karen-chan, wie geht es deinem Bein?"

Karen:                                  "Es tut noch weh, aber es geht schon. Danke."

Osamu:                                               "Heute ist Nudel- Tag in der Mensa. Möchtet ihr auch etwas?"

Hiroshi verneinte und holte sein Bento aus der Tasche. Es war groß; es scheint, als hätte er für Osamu und Karen etwas mitgebracht.

Osamu:                                               "Das ist ja mal was!Hiro hat für uns alle ein Bento gemacht. Sonst                                         bin ich es, der ihn immer mit verpflegt, was sagt man dazu."

Osamu nahm sich einen Stuhl vom freien, benachbartem Tisch und setzte sich zu den beiden. Hiroshi verteilte an jeden ein kleines Gedeck mit Stäbchen und einer Teetasse. Er holte eine Thermoskanne aus seiner Tasche und goß jedem Tee ein. Dann platzierte er das Bento auf dem Tisch und gestikulierte, daß sich Osamu und Karen bedienen sollen.

Karen war begeistert. So viele leckere Sachen waren in Hiroshi's Box. Sushi, kleine Kekse und andere Süßigkeiten, wie wußte gar nicht, was sie sich nehmen sollte.

Hiroshi legte ihr einen japanischen Reiskeks auf das Geden und nickte.

Osamu:                                               "Ittadakimasu!"

Hiroshi:                                               "Ittadakimasu!"

Karen:                                  "Euch auch einen guten Appetit!"

Die drei aßen von Hiroshi's selbstgemachen Leckereien und tranken zusammen Tee. Karen fühlte sich sehr behaglich und wohl. Sie hat ihren Freundeskreis gefunden und wurde angenommen. Zwar kannte sie niemand anderen aus der Klasse und die Klassensprecherin schien ihr gegenüber nicht sehr friedlich gesonnen; dennoch war Karen glücklich.

Nachdem Osamu und Karen auch fertig gegessen haben, packte Hiroshi sein leeres Bento und die Gedecke wieder ein. Danach sprach er mit Osamu.

Osamu:                                               "Karen-chan, ihr geht heute zusammen zu Hiro nach Hause?"

Karen:                                  "Ja, er hat mich zu sich eingeladen."

Osamu:                                               "Tut mir Leid, aber ich helfe meiner Tante heute beim Umzug und                                       kann nich übersetzen für euch."

Karen:                                  "Das ist nicht schlimm, wir finden eine Lösung."

Ihr Gespräch wurde durch die Schulglocke unterbrochen. Osamu stand auf und verabschiedete sich. Er wird nach der Schule direkt zu seiner Tante fahren und nicht auf die beiden warten.

Die restlichen vier Schulstunden zogen sich wie Kaugummi. Hiroshi folgte aufmerksam dem Englischunterricht, während Karen vom Lehrer an die Tafel gerufen wurde und englische Sätze aufschreiben mußte, die der Lehrer ihr diktierte. Wieder spürte sie Youko's Blicke an ihr, drehte sich aber nicht um. Als sie fertig war, ging sie mit dem Blick gerade aus wieder an ihren Platz. Sie nahm ihr Heft und schrieb eine Nachricht an Hiroshi hinein.

"Ich glaube, Saito-san kann mich nicht leiden."

Hiroshi las sich den Satz ein paar mal durch und schaute immer wieder in sein Wörterbuch. Als er verstand, sah er zu Youto hinüber und schaute sie böse an. Diese jedoch bemerkte nichts.

"Youto-san ist sehr unfreundlich. Nicht davon beinflussen du."

Karen lächelte und bedankte sich bei ihm. Wieder stieg ihr leichte Röte ins Gesicht.

Die Schulglocke ertönte und Karen packte ihre Sachen in die Schultasche. Noch bevor sie aufstehen konnte, nahm Hirsho ihre Schultasche und half ihr beim Aufstehen. Gemeinsam gingen sie Richtung Bahnhof. Es war ein großes Gedränge auf dem Schulhof und es kam, wie es kommen mußte: Jemand rempelte Karen an und sie fiel fast zu Boden. Hiroshi konnte sie gerade noch festhalten und half ihr wieder auf.

Er drehte sich zu dem Jungen um, der Karen angeremptel hat und schrie ihn wütend an. Karen verstand nur das Wort 'Idiot', mehr nicht. Sie fühlte dennoch, daß Hiroshi sehr sauer über den Rempler war. Nachdem der Junge sich entschuldigte, beruhigte sich Hiroshi wieder, nahm Karen bei der Hand und ging mit ihr langsam zum Bahnhof. Sein Blick wich selten von ihr ab.

Karen fühlte sich wohl an seiner Seite und beschützt. Ihr Herz überschlug sich und sie fühlte diese Wärme in ihr.

Als die beiden am Bahnhof ankamen, fuhr gerade der Zug ein. Hiroshi half ihr über die Schwelle, in den Zug einzusteigen und sich zu setzen. Dabei ließ er nie ihre Hand los. Schweigend fuhren sie Richtung Stadtgrenze. Karen sah aus dem Fenster und spürte dabei Hiroshi's Blick in ihrem Nacken.

Als der Zug in den Bahnhof Akina Jofu einfuhr, half er wieder aus dem Zug und beide gingen langsam über den Bahnsteig Richtung Ausgang. Plötzlich süprte Karen, wie Hiroshi's Hand anfing, leicht zu zittern. Sie blieb stehen und sah ihn fragend an. Hiroshi machte ein betrübtes Gesicht. Er kramte mit der anderen Hand in seiner Hosentasche und gab Karen einen zerknüllten Zettel. Karen erinnterte sich. Hiroshi hatte im Englischunterricht etwas auf einen Zettel geschrieben und ihn dann zerknüllt. Sie ging davon aus, daß er sich verschrieben hatte und den Zettel nun wegwerfen wollte.

Sie ließ seine Hand los und entknüllte den Zettel, auf dem etwas in lateinischen Buchstaben stand:

"Karen-chan. Ich mag dich sehr. Ich dein Freund möchte. Verliebt glaube ich bin dich."

Karen's Herz blieb stehen. Sie glaubte nicht, was sie da las und sah sich das Geschriebene immer und immer wieder an. Vielleicht wollte er etwas anderes schreiben und hat die falschen Worte genommen? Will er sie vielleicht aufziehen oder gar verarschen? Die beiden kennen sich erst seit zwei Tagen, doch auch Karen hegt Gefühle für ihren Sitznachbar.

Karen sah Hiroshi in die Augen und erkannte, daß er es ernst meint. Sie steckte den Zettel ihn ihre Tasche und sah ihn weiter an. Es schien ihr, als sei alles um sie herum stehen geblieben oder lief ganz langsam. Dann nahm sie seine Hand und drückte sie. Karen nickte langsam und je länger sie nickte, desto mehr lächelte Hiroshi. Er nahm sie ihn den Arm.

Hiroshi:                                               "Aijindōshi." (Liebespaar)

Karen verstand nicht, was er sagt, fühlte aber seine Wärme und spürte, daß er etwas liebevolles gesagt haben muß.

Hand in Hand gingen sie nun langsam die Straße hinunter Richtung Apartmentblöcke. Hiroshi ließ Karen's Hand nicht los; Karen wollte dies auch gar nicht. Ihr Puls raste immernoch und sie freute sich. Auch Hiroshi war sehr aufgeregt und glücklich.

Karen's Glückseeligkeit wurde jeher durch einen schwarzen Wagen unterbrochen. Er stand ein Stück weiter die Straße herunter, ungefähr 20 Meter von Hiroshi's Haustür. Der Wagen ähnelte dem ihres Vaters sehr. Sie sah sich um, erblickte ihn aber nirgendwo.

Plötzlich ging die Haustür von Hiroshi's Apartmenthaus auf und ein wutentbrannter Jonathan stürme den Weg hinunter zu seinem Auto. Karen blieb geistesabwesend stehen und blickte ihm nach. Jonathan war so in Rage, daß er weder Karen noch Hiroshi bemerkte. Hiroshi aber bemerkte, daß etwas nicht stimmte und subste Karen an.

Hiroshi:                                               "Nani?" (Was ist?)

Karen wußte nicht, wie und was sie sagen sollte. Hiroshi würde kein Wort verstehen, wenn sie ihm nun erklären würde, daß gerade ihr Vater aus seinem Haus gekommen ist. Sie beschloß, mit Jonathan darüber zu Hause zu reden.

Karen:                                  "Nandemonai." (Nichts.)

Hiroshi dachte daran, daß Karen eventuell einen Schmerz im Knie hatte und deswegen stehen geblieben ist. Zusammen gingen sie weiter zu der Eingangstür. Hiroshi schloß sie auf und begleitete Karen durch den Hausflur zu seiner Wohnungstür.

In der Wohnung angekommen, setzte sich Karen ins Wohnzimmer und Hirsho verschwand in der Küche, um Tee tu machen.

Aus dem Schlafzimmer von Hiroshi's Mutter kamen Geräusche und sie öffnete die Tür zum Wohnzimmer und rief nach Hiroshi. Dann erblickte sie Karen und rief noch einmal, aber diesmal mit mehr Druck in der Stimme nach ihrem Sohn.

Hiroshi ging zu seiner Mutter ins Zimmer. Sie schloss die Tür. Dann hörte Karen, wie sich die beiden stritten und gegenseitig laut anschrien. Karen war das sehr unangenehm, denn sie war wahrscheinlich der Auslöser für den Streit.

Nach einigen Minuten, kling der Streit ab und Hiroshi betrat mit einem sehr traurigen Gesichtsausdruck das Wohnzimmer. Der Teekessel pfiff. Hiroshi ging ohne etwas zu sagen in die Küche und machte den Tee fertig.

Dann ging er ins Wohnzimmer und nahm Karen wieder bei der Hand. Er führte sie in sein Zimmer und deutete an, daß Karen sich auf sein Bett setzen solle. Danach ging er wieder hinaus, um den Tee zu holen.

Als er wiederkam, schloß er die Tür und stellte das Tee- Tablett auf seinen Schreibtisch. Er selbst setzte sich auf den Schreibtischstuhl und goß den Tee ein. Karen sah ihn immernoch fragend an und nahm seine Hand in ihre Hände. Jetzt sah Hiroshi sie an und lächelte leicht. Dann nahm er sich einen Block vom Schreibtisch und das Wörterbuch aus seiner Schultasche. Er schrieb für Karen auf den Notziblock.

"Meine Mutter sehr sauer. Sie Streit mit mir weil sie gesagt, mein Vater war hier und Streit."

Karen las die Nachricht und es lief ihr ein kalter Schauer über den Nacken ....

 






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