Zennichi sei no konton - Vollzeit- Chaos

Die Nacht war kurz. Viel zu kurz. Nach endlosem Herumwälzen, Nachdenken, Weinen und dann wieder Herumwälzen klingelte um Punkt 6.00 Uhr der Wecker. Karen sieht den Wecker an, reagiert aber nicht auf das Klingeln. Was war gestern Abend passiert? Achja .... Die "Diskussion" mit Jonathan. Er stritt das Offenstichtliche ab und gibt keine Antworten. Wieso nur? Bevor die Tränen erneut in die Augen treten können, steht Karen auf und stellt sich unter die Dusche. Bloß nicht nachdenken...bloß nicht nachdenken... Sie ließ das Wasser noch einige Minuten auf ihren Körper prasseln, bevor sie den Hahn abdreht, einen Bademantel überwirft und in die Küche geht - bereit eine erneute Konfrontation mit Jonathan entgegen zu wirken. Doch von Jonathan ist weit und breit keine Spur. Karen sieht sich um und entdeckt einen Zettel auf dem Küchentresen: "Ich muss geschäftlich nach Saporro. Ich bin in drei Tagen wieder da, ich lasse dir 8000 Yen da, damit du einkaufen kannst. Jonathan". Karen zerknüllt den Zettel und wirft ihn achtlos in eine Ecke. Innerlich kochend vor Wut föhnt sie sich die Haare und wirft die Schuluniform über. Die Haare! Fast hätte sie vergessen, diese zusammen zu binden, wie es an der Schule vorgeschrieben ist. Schule ... alleine bei dem Gedanken daran, wieder den Unterricht zu besuchen, erschaudert Karen. Und Hiro! Sie wird Hiro sehen, der nichts ahnt und sich um sie sorgt. Was für eine Situation ... für Youko wäre das ein gefundenes Fressen, steht sie doch sowieso schon auf Hiro. Es hilft nichts. Karen seufzt, steckt sich die 8000 Yen ein und bindet sich die Schuhe zu. Wenn sie schon wieder in die Schule muss, dann wenigstens pünktlich. Gerade als sie die Tür hinter sich schließt, klingelt ihr Handy: Es ist (natürlich) Hiro. Seufzend drückte sie auf den grünen Höhrer. Karen: "Moshi Moshi" Hiro: "Karen-chan! Yokatta! DaijMbu?" Karen überlegt kurz ob sie lügt oder die Wahrheit sagen sollte. Karen: "Mir geht es besser. Es tut mir leid Hiro, ich war krank." Hiro: "Karen, wieso hast du nichts gesagt? Ich hätte dich besucht. Auch Osamu hat nichts gesagt, ich verstehe das nicht!" Karen: "Ach, mir geht es doch jetzt besser. Wo bist du gerade?" Hiro: "Akina Jofu Teishaba" Karen: "Nimm bitte einen Zug später, ich bin in 10 Minuten da." Mit diesen Worten legt sie auf. Eine Antwort von Hiro wollte sie jetzt nicht hören, sondern sich die Worte zurechtlegen, die sie ihm gleich sagen will. "Hiro, wir können nicht mehr zusammen sein..." Der Gedanke sticht Karen ins Herz. Sollte sie sich und Hiro unglücklich machen, indem sie ihm die Wahrheit einfach so ins Gesicht knallt? Aber wie sieht die Zukunft aus? Sie könnten niemals Heiraten und Kinder bekommen. Aber das liegt in weiter Ferne .... wieso dann nicht das "JETZT" erleben und den Moment auskosten? Für eine kurze Zeit kommt ihr Jonathan in die Gedanken, der ihre Beziehung zu Hiro missbilligt. Aber Jonathan ist nicht da, Jonathan hat ihre Mutter betrogen und wegen Jonathan ist sie in Japan. Also hat sie wegen Jonathan auch Hiro kennengelernt. "Ich will glücklich sein, so lange es geht..." Lächelnd läuft sie die Treppe zum Bahnsteig hinauf und als sie Hiro erblickt, erröten ihre Wangen. Auch Hiro sieht Karen sofort und freut sich sichtlich. Die beiden fallen sich in die Arme. Hiro möchte Karen küssen, doch diese zögert kurz. Hiro: "Nani?" Karen: "Hier können uns doch alle Leute sehen .... " Hiro löst die Umarmung und die beiden stehen nebeneinander und Händchenhaltend am Bahnsteig und warten auf den Zug. "Akina Machinaka. Akina Machinaka." Karen schreckt hoch, war sie kurz eingeschlafen? Hiro lächelt und zusammen drängen sie sich zwischen den anderen Schülern auf den Gehweg. Karen: "Ob Osamu schon da ist?" Hiro: "Ich weiß es nicht, sein Bus sollte schon vorbeigefahren sein." Weder Karen noch Hiro sehen Osamu hinter ihnen aus einem anderen Abteil aussteigen. Normalerweise nimmt er den Bus, aber er wollte sichergehen, dass Karen zur Schule geht. Er hält mittleren Abstand zu den beiden mit finsterer Mine. Immer wieder sieht er sich um bevor er wieder Karen und Hiro fixiert. Karen: "Du musst mir heute unbedingt in Mathe helfen, ich konnte die letzten Tage die Hausarbeiten, die mir Osamu brachte, nicht lösen!" Karen kichert und hakt sich bei Hiro unter. Hiro: "Sicher, ich verstehe es selbst nicht aber zusammen schaffen wir das schon irgendwie." Als Karen und Hiro das Schulgelände betreten herrscht reges Treiben. Der Unterricht fängt in 8 Minuten an und die Hälfte der Schüler ist noch dabei, die Schuhe zu wechseln. Gerade als Karen aus ihren Schuhen schlüpft, steht plötzlich Youko for ihr steht und auf sie zeigt. Youko: "Ich weiß, was hier los ist!!!" Karen schreckt hoch .... wie bitte?





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